
Das Bündnis Zukunft Presse verleiht am 6. Mai den Pressefreiheitspreis 2026 an den inhaftierten Hongkonger Verleger Jimmy Lai für seinen Kampf für Demokratie und Pressefreiheit in der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong, an die langjährige Österreich-Korrespondentin der „Süddeutsche Zeitung“ Cathrin Kahlweit sowie an Jan Jessen, Krisen- und Konfliktjournalist für die FUNKE Mediengruppe. Die Preise sind mit je 10.000 Euro dotiert.
Die im Bündnis Zukunft Presse vereinten Organisationen Medienverband der freien Presse (MVFP) und Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) würdigen damit herausragende Journalistinnen und Journalisten, Persönlichkeiten und Organisationen, die unter schwierigen Bedingungen für Pressefreiheit, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der Informationen stehen.
Abend der Pressefreiheit: Feierlicher Festakt am 6.
Mai in Berlin
Die Preisverleihung findet am 6. Mai als „Abend der
Pressefreiheit“ in der Vertretung des Freistaates
Bayern beim Bund in Berlin statt. Julia
Klöckner, Präsidentin des Deutschen Bundestages, hat
die Schirmherrschaft übernommen. Sie wird die Veranstaltung
begleiten und in ihrer Keynote ein Schlaglicht auf die Lage der
Pressefreiheit werfen.
Die Laudatio auf Jimmy Lai hält die Ukrainerin Oksana Brovko, CEO der Association of Independent Regional Press Publishers of Ukraine (AIRPPU) in Kiew. Den Preis nimmt stellvertretend sein Sohn Sebastian Lai in Berlin entgegen.
Für Jan Jessen laudatiert Susanne Koelbl, Auslandskorrespondentin des SPIEGEL und Preisträgerin des Pressefreiheitspreises, und Annette Ramelsberger, Gerichtsreporterin der Süddeutschen Zeitung und Theodor-Wolff-Preisträgerin, für Cathrin Kahlweit.
Dazu erklären die beiden Sprecher des Bündnisses Zukunft Presse, Matthias Ditzen-Blanke, Vorstandsvorsitzender BDZV, und Philipp Welte, Vorstandsvorsitzender MVFP: „Freiheit ist nicht naturgegeben, sie muss jeden Tag verteidigt werden – gerade von uns, den Presseverlagen. Angesichts einer systematischen Verwischung der Grenzen zwischen Fakten und Desinformation, zwischen Wirklichkeit und manipulierten Wahrheiten in den sozialen Massenmedien ist es uns als Bündnis Zukunft Presse wichtig, Menschen sichtbar zu ehren, die diesen Journalismus mit großer Leidenschaft verkörpern: die recherchieren, einordnen und veröffentlichen, selbst dann, wenn Fakten umkämpft sind, Propaganda dominiert oder persönliche Risiken steigen.“
Die Journalistin, Chefmoderatorin und Mitglied der Chefredaktion WELT TV, Tatjana Ohm, moderiert die Veranstaltung.
Details zum „Abend der Pressefreiheit“